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In den etwa 175 Jahren seines Bestehens ist
das Blockhaus von den Eigentümern mehrfach verändert
worden. Die Hausbewohner der letzten Jahrzehnte hatten das
russische Blockhaus nicht liebevoll gepflegt, teilweise befand
es sich in verwahrlostem Zustand. Wohnkomfort war den ehemaligen
Bewohnern wichtiger als der Erhalt historischer Zustände.
So haben sie eine Vorratskammer angebaut, neue Böden
gelegt und die Wände verputzt. Außerdem wurden
ein Hühnerstall und eine Garage angebaut. Zwei Jahre
lang war das Haus 8 der Alexandrowka nicht bewohnt worden.
Seit der Übernahme des Hauses durch den
Besitzer Herrn
Dr. med. Kremer im Dezember 1998 werden den vielen
historischen Details des Hauses wieder Beachtung geschenkt.
Bei der Restaurierung wurde angestrebt, das Haus wieder in
seinen Originalzustand
zu versetzen. Dazu wurden massive Sanierungsmaßnahmen
durchgeführt. Die rechte Abbildungen oben zeigt die
vollständigen Überarbeitung der Anbaubasis.
Das Ziel hat der Bauherr selbst formuliert:
"Die ersten Mieter der Alexandrowka-Häuser sollen
wie vor 173 Jahren jederzeit um die Ecke kommen können
und sich sofort wie zu Hause fühlen. In der Küche
könnte der Soldat seine Kochecke, die Brandenburgische
Esse, vorfinden. Vor dem prasselnden Feuer im alten Kachelofen
könnte er seine müden Beine ausstrecken."
Sogar in seinem Garten könnte
sich der russische Sänger zurecht finden. Getreu nach
den Vorgaben des Gartenbaumeisters Peter Joseph Lenné
hat Herr Dr. Kremer die Obstbäume und die Beerensträucher
anpflanzen lassen.
Am 3.Oktober 2000, am Tag des Denkmals, konnte
die Restaurierung des Hauses 8 beendet werden. Herr Dr. Kremer
hat es vollständig restaurieren lassen und dabei so weit
wie möglich versucht, das Haus in seinem Originalzustand
herzurichten. Dazu waren sehr zeit- und kostenaufwändige
Investitionen erforderlich. Bei der Feier zur Fertigstellung
des Hauses sagte Dr. Kremer:
"Ich habe versucht, mich
hier in der Alexandrowka in kleinem Rahmen in einer Reihe
von Generationen zu sehen, die im Jahr 1826 mit dem Bau der
Holzhäuser begann. Dieser Reihe, beziehungsweise Kette,
möchte ich ein weiteres und möglichst dauerhaftes
Kettenglied anhängen. Es waren viele Zufälle und
Fügungen, die 1998 zum Kauf des Hauses von den Töchtern
des Herrn Grüttner führten. Meine Passion für
die preußische Geschichte und den Denkmalschutz fielen
da idealerweise zusammen und es war mir die Mühe wert
zu sehen, wie das Überleben des Hauses - und damit eines
Teils der ganzen Kolonie - für die nächste Zukunft
gesichert werden konnte. Denn Alexandrowka ist das letzte
erhaltene Beispiel für den Baustiel des "Russendorfes",
das im Jahre 1815 den russischen Nationalstil begründete".
Eine Besonderheit besteht in
der Bauweise der Häuser: Um den russischen Stil zu imitieren,
wurde das Fachwerk mit Lehm und Ziegeln ausgefacht und anschließend
außen mit Rund-Bohlen verkleidet (siehe unteres
Bild). Weitere Beschreibungen zur Art und Weise der Häusersanierung
erfahren Sie auf der Seite zur
Renovierung von Haus 2.
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