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Bei
den Häusern der Alexandrowka handelt sich um Fachwerkhäuser,
die von außen mit Halbrundbohlen, Rundholzecken und
Holzzierwerk verkleidet wurden, um typisch russische Blockhäuser
darzustellen (siehe Fotos links).
Im November 2001 zogen die letzten Mieter aus
dem Gebäude aus, so dass durch Studenten der TU Berlin
ein verformungsgerechtes Aufmaß gefertigt werden konnte.
Dem schlossen sich bis zum Juli 2002 Bauforschungen an.
Noch im bewohnten Zustand wurden im Sommer 2001
durch ein Architekturbüro die Bestandsaufnahme und Planungen
durchgeführt sowie anschließend der Bauantrag eingereicht.
Die originalen Raumstrukturen des zweigeschossigen Hauptgebäudes
waren bis auf eine versetzte Wand und die ausgebaute Treppe
zwischen Erd- und Obergeschoss noch unverändert erhalten.
Im Erdgeschoss, in dem das Museum eingerichtet werden soll,
wird der bauzeitliche Zustand erhalten oder wieder hergestellt.
Im Einzelnen wurden im Erdgeschoss folgende Veränderungen
durchgeführt:
- die Feuerungsanlage mit Hinterladerofen,
gemauerten Herd und Rauchfang wurde funktionsgerecht rekonstruiert
- über dem Keller wurde bereits die ursprünglich
vorhandene Holzbalkendecke eingebaut, der Kellerzugang über
eine Klappe in der Dielung ermöglicht
- die vorhandenen Türen stammen noch aus
der Erbauungszeit und wurden restauriert
- zwei Fenster sind ebenfalls bauzeitlich,
die übrigen Erdgeschossfenster wurden dem Original
entsprechend nachgefertigt
- an den Innenseiten der Außenwände
und den Innenwänden wurde eine Wandtemperierungsanlage
installiert, die Räume mit Strahlungswärme versorgt,
damit konnte auf die Montage von Heizkörpern verzichtet
werden
- die breite Kieferndielung wurde aufgearbeitet,
mit nachgelieferten alten Dielen ergänzt und auf neuem
Unterbau wieder verlegt
- die Wände und Decken erhielten entsprechend
den Farbuntersuchungen historische Farbfassungen mit den
damaligen Kalkfarben.
Im
Ober- und Dachgeschoss wurde eine vom Erdgeschoss getrennte
Wohnung eingerichtet. Hier konnte eine seit der Bauzeit unveränderte
Raumstruktur festgestellt werden. Auch alle Fenster- und Türöffnungen
sind unverändert. Lediglich die Einfachfenster wurden
gegen Doppelkastenfenster ausgetauscht. Folgende Arbeiten
sind im Ober- und Dachgeschoss durchgeführt worden:
- die Feuerungsanlage mit Hinterladerofen,
gemauerten Herd und Rauchfang wurden auch in dieser Etage
funktionsgerecht rekonstruiert
- an den Innenseiten der Außenwände
wurde eine Dämmschicht aus Leichtlehm errichtet, die
vorhandenen Doppelkastenfenster und Türen wurden aufgearbeitet
- die vorhandenen Türen stammen noch aus
der Erbauungszeit und wurden restauriert, an den Innenseiten
der Außenwände wurde eine Wandtemperierungsanlage
installiert
- die breite Kieferndielung wurde aufgearbeitet
und mit nachgelieferten alten Dielen ergänzt und wieder
verlegt, Wände und Decken erhielten entsprechend den
Farbuntersuchungen historische Farbfassungen mit Kalkfarben,
das Dachgeschoss wurde zu Wohnzwecken ausgebaut, indem in
den Dachschrägen Wärmedämmung aus Zellulose
eingebaut wurden
- Leichte Trennwände wurden eingebaut,
teilweise in Holz-Glaskonstruktion und neue Kieferndielung
verlegt.
Die als Blockhaus verkleideten Fassaden waren
besonders in der Sockelzone sehr schadhaft. Hier wurden, nachdem
die Fachwerkwände konstruktiv saniert waren, originalgetreu
nachgefertigte Halbrundbohlen und Rundholzecken ergänzt.
Weitere schadhafte Hölzer in den übrigen Flächen
mussten
ausgetauscht, mit Passtücken versehen und befestigt werden.
Auch an der Balkonkonstruktion, Balustraden, den zahlreichen
Zierbrettern an der Straßenfassade waren umfangreiche
Restaurierungsleistungen notwendig.
Das zum Hof gehörende ehemalige Stallgebäude,
das um 1930 mit einem Anbau erweitert wurde und sich in einem
sehr schlechten Bauzustand befand, wird in den bauzeitlichen
Zustand zurückversetzt. Es wurde der ehemals vorhandene
Unterstand wieder hergestellt, eine rekonstruierte Dachkonstruktion
errichtet und gemeinsam mit der Toreinfahrtüberdachung
mit der bauzeitlichen Holzbohlendachdeckung versehen. Genutzt
wird das Stallgebäude als Büro für den Museumsbetrieb
und einem kleinen Verkaufsraum für Besucher.
Schließlich
wurde auf dem Grundstück ein kleines Funktionsgebäude
errichtet, in dem das WC für Museumsbesucher, das Nebengelass
für die Wohnung im Ober- und Dachgeschoss sowie die Mülltonnen
untergebracht werden. Es handelt sich dabei um einen unscheinbaren
Flachbau, mit einer Holzverschalung.
Nach dem Abschluss der Arbeiten an den Gebäuden
wurden die Außenanlagen gestaltet. Dabei wurden die
Hof- und Traufeflächen mit Ziegelpflastern und Lesesteinen
befestigt. Gegen die sich dreiseitig an den Hof anschließenden
Gartenflächen wurd ein Zaun errichtet.
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