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Die Alexandrowka ist eine Russische Kolonie im
Norden Potsdams, im Bundesland Brandenburg. Sie besteht aus
13 Holzhäusern, die in den Jahren 1826 bis 1827 auf Wunsch
des preußischen
Königs, Friedrich Wilhelm III, im russischen Stil erbaut
wurden. Die Anlage diente als Heim für die russischen
Sänger des ersten preußischen Garderegiments. Die
Holzhäuser sind von großzügigen Gärten
umgeben. Nördlich der Kolonie schließt sich der
Kapellenberg an, auf dem eigens für die Kolonisten die
Alexander-Newski-Kirche,
errichtet wurde. Die Kolonie wurde einst nach dem Vorbild
des Parkdorfes Glasovo bei St. Petersburg angelegt. Von der
UNESCO
ist die Kolonie im Jahr 1999 als Teil des Weltkulturerbes
erklärt worden. Heute arbeiten Denkmalschützer,
Restauratoren und die Eigentümer der Häuser gemeinsam
an der aufwendigen Sanierung des Baudenkmals. Die einst schönen
Gebäude des russischen Dorfes sollen vor dem endgültigen
Verfall bewahrt und originalgetreu rekonstruiert werden.
Die in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts
entstandene russische Kolonie Alexandrowka geht auf die freundschaftliche
Beziehung zwischen Preußen und Russland zurück.
Im Dezember 1812 war es durch ein Militärbündnis
zwischen Preußen und Russland zu einer Annäherung
der Länder gekommen, Friedrich Wilhelm III. und der Zar
Alexander I. haben sich gut verstanden.
Erstmals waren im Oktober 1812 durch eine
Gefangennahme 62 russische Soldaten nach Potsdam gekommen.
Der Wunsch des Königs war es, einen "Russischen
Sänger-Chor" zu bilden, der dem 1.
Garde-Regiment zugeteilt wurde. Damit kamen die russischen
Musikanten mit der preußischen Armee bis zur französischen
Hauptstadt. Sie unterhielten das preußische Heer mit
"Gesang und Tamburin und kleinen Glöckchen".
Als Geschenk des Zaren blieben sie schließlich am königlichen
Hof in Potsdam. Verstorbene Musiker wurden im Jahr 1815 vom
Zaren durch die Versendung sieben weiterer Sänger ersetzt.
Peter Joseph Lenné
wurde beauftragt, nach dem Vorbild russischer Soldatendörfer
des späten 18. Jahrhunderts und den Vorstellungen von
Friedrich Wilhelm III Pläne für die geplante
Kolonie zu erstellen. So entstand eine Anlage, die in
Form eines Alleensystems in der Mitte das Andreaskreuz
bildete (siehe Abbildung rechts). Dies galt als Ehrerbietung
für einen der wichtigsten Heiligen der russischen Kirche,
dem Apostel Andreas.
Der nördlich angrenzende Berg (wegen Sprengarbeiten
zunächst Minenberg, später Alexanderberg,
heute Kapellenberg genannt) wurde für die Errichtung
des Gotteshauses geplant. Die Kirche sollte damit gut sichtbar
über den Wohnhäusern stehen.
Einhundert Militärhandwerker errichteten
die dreizehn Blockhäuser mit den dazugehörigen Gehöften.
Das vierzehnte Haus wurde neben der Kirche gebaut. In ihm
befanden sich im Obergeschoss die königliche Samowarstube
und im Parterre die Wohnung des Kirchenvorstehers.
Bereits
Ende 1826 waren die Arbeiten an den Wohnhäusern fertiggestellt.
Nach dem Willen des Königs durften
die russischen Sänger nur dann in die Häuser einziehen,
wenn sie verheiratet waren. Einige hatten ihre Frauen bereits
während der Feldzüge nach Frankreich gefunden, andere
haben Potsdamer Mädchen geheiratet. Am 2. April 1827
wurde schließlich mit Tanz, Spiel und Gesang in die
Häuser eingezogen. Die Häuser durften nicht veräußert
und nur in direkter männlicher Linie vererbt werden.
Daher fielen die Häuser in den folgenden Jahrzehnten
zum größten Teil an den König zurück.
Sie wurden anschließend an verdiente Feldwebel gegeben.
Nach 100 Jahren waren nur noch 4 der Häuser von direkten
Nachkommen der Sänger bewohnt, heute sind es mit der
Familie Grigorieff und der Familie Schischkoff nur noch zwei.
Das Russische Dorf ist heute Teil des Weltkulturerbes.
Inzwischen wohnen nur noch wenige Nachkommen der damaligen
Bewohner in der für Deutschland einzigartigen Siedlung.
Die untere Abbildung zeigt eine heutige Luftaufnahme der
Russischen Kolonie (Hannemann, im November 2004).
Eine Vergrößerung der Luftaufnahme
kann nach Anklicken der Lupe betrachtet werden 
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