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Farbgutachten von Haus Nr.2 - Decken und Wände

 

 

Allgemeines Fassade Außenfarben Räume Fenster&Türen Fußböden&Leisten Decken&Wände

In allen Räumen des Hauses Nr.2 ist wenigstens teilweise der bauzeitliche Putz erhalten geblieben, nur wurde er mehrfach stark überarbeitet. Besonders durch die Verlegung von Elektrokabeln (meistens am oberen Wandabschluss) wurde der bauzeitliche Putz deutlich gestört.

Aufsteigende Feuchte in den Räumen des Erdgeschosses haben wahrscheinlich dazu geführt, dass schon Anfang des 20. Jahrhunderts in den unteren Teil der Außenwände der Räume 1.1.3, 1.1.4 und 1.1.7 Asphaltplatten eingeputzt wurden. In der Kammer 1.1.6 wurden die Außenwände mit "Sauerkraut"-Platten verkleidet und dann verputzt.

In den Oberwandbereichen konnten Fragmente von Gestaltungen und im Sockelbereich einfache Sockelgestaltungen gefunden werden. In den Fluren wurden nach einer weißen Erstfassung zwei bis drei Fassungen mit hellgrauen Wandfonds und flächigen Quarderungen nachgewiesen, deren Striche schwarz, bräunlich-grau bzw rotbraun waren. In beiden Küchen konnten mehrere Fassungen in Rotocker-Tönen nachgewiesen werden, die für Küchen sehr typisch waren. In einigen Stuben und Kammern konnten Fassungen mit ornamental gestalteten Oberwandbereichen nachgewiesen werden, in der Kammer 1.1.6 (Fassung VIII) gelang sogar die vollständige Rekonstruktion der Raumfassung.

 


Dachkammer, Fassung II, Blatt des "Freien Anzeigers, Central-Organ für die Reichshauptstadt" vom März 1894


Dachkammer, Fasssung II, Tapete mit Blumenmuster und Bordüre, Südwand, ebenfalls um 1894


Stube 1.1.3, Südwand, oberer Wandabschluss, Fassungen VI und VII


Kamme 1.1.4, oberer Abschluss der Südwand, Fassung II, rotes Schablonenband (siehe auch rechtes Bild)


Rekonstruktion der abgenommenen Ornamente in der Kammer 1.1.4 (siehe auch linkes Bild)


Kammer 1.1.7 mittlerer Wandbereich, hier Fassungen 7 bis 14, teilweise schlecht erhalten und nicht bestimmbar


Westwand des Flures im Obergeschoss, deutlich sichtbar die Quaderung der Fassung II

Kammer 1.2.4, obere Nordwand, mittig ein Tapetennagel mit roten Faserresten, Mitte des 19. Jahrh.

Küche 1.2.5, Folge der letzten drei Papiertapeten, heller Grund mit Blüten-, Blatt- und Streifenmustern

 

 


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© Dr. Hermann H. A. Kremer, Haltern am See, Nordrhein-Westfalen, Deutschland I E-Mail-Kontakt I Impressum

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