|
Fürstliche Mütter
und Töchter zwischen St. Petersburg, Weimar und
Berlin
Ausstellung im Museum Alexandrowka / Potsdam Stiftung
Kremer, Potsdam in Zusammenarbeit mit der Stiftung
Weimarer Klassik und mit der freundlichen
Unterstützung durch Leihgaben der Stiftung
Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Ausstellungsdauer: Dienstag, 1. Juni – Oktober
2010
Als Teil des Themenjahres „Mut und Anmut.
Frauen in Brandenburg und Preußen“
des Vereins Kulturland Brandenburg e. V.
findet im Sommer die Sonderausstellung „Fürstliche
Mütter und Töchter zwischen St. Petersburg,
Weimar und Berlin“ im Museum Alexandrowka in
Potsdam statt. Die Ausstellung wurde durch die Förderung
des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung
und des Vereins Kulturland Brandenburg
e. V. ermöglicht. 
Die Ausstellung setzt sich mit dem umfangreichen
gesellschaftlichen und politischen Engagement der
Herrscherinnen im 19. Jahrhundert auseinander. Die
engen politischen und kulturellen, vor allem aber
die persönlichen Verbindungen mit Russland prägten
nachhaltig die preußische Geschichte des 19.
Jahrhunderts. Die Frauen – Ehegattinnen, Mütter,
Schwestern und Töchter der Herrscher –
spielten dabei eine nicht zu unterschätzende
Rolle.
Im Fokus stehen die engen vertraulichen und weitverzweigten,
obgleich bei weitem nicht problemlosen Beziehungen
zwischen der russischen Kaiserin-Mutter Maria
Fjodorowna, ihrer seit 1804 mit dem Erbprinzen
von Sachsen-Weimar-Eisenach verheirateten Tochter,
der Großfürstin Maria Pawlowna
(Foto rechts) und deren beiden Töchter
Maria und Augusta (seit 1861 Königin, 1871 deutsche
Kaiserin), die als Frauen der preußischen
Prinzen Karl und Wilhelm, Söhne Friedrich Wilhelms
III. und der Königin Luise, seit 1827 bzw. 1829
in Berlin und Potsdam lebten und wirkten. Der Schwerpunkt
soll dabei auf dem entscheidenden Einfluss all dieser
Frauen-Persönlichkeiten in den Bereichen der
Kultur und der Wohltätigkeit liegen, wo sie –
jede auf ihre eigene Weise – Herausragendes
geleistet haben.
In der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam,
die „ein bleibendes Denkmal der Erinnerung an
die Bande der innigen Freundschaft“ zwischen
dem preußischen König Friedrich Wilhelm
III. „und des höchstseligen Kaisers Alexander
von Russland“ darstellt, so geht es aus dem
königlichen Erlass vom 10. April 1826 hervor,
bekommt das Thema der Ausstellung eine besondere symbolische
Bedeutung. Das vor fünf Jahren privat gegründete
Museum Alexandrowka in der Russischen
Kolonie 2 hat sich den Erhalt und die Förderung
der Geschichte Brandenburgs in ihrer
Verbindung zu Russland zur Aufgabe gemacht.
Hier trifft sich die Geschichte selbst. Großfürstin
Maria Pawlowna, die Lieblingsschwester Alexanders
I. und ihre beide Töchter Maria und Augusta,
die Frauen der beiden Söhne des Freundes und
Verbündeten des russischen Kaisers Alexander
I., Friedrich Wilhelm III. und ihr Engagement in Bilder
und Dokumenten führen dem Besucher die sonst
oft verborgenen Seiten der europäischen Kultur
und Geschichte vor Augen, in der die Frauen oft die
Boten der Verständigung, Annäherung, Freundschaft
und Kultur gewesen sind.
Die Maßstäbe und dauerhaften Folgen ihrer
engagierten Tätigkeit auf dem Gebiet der Kultur,
Kunst und Wohlfahrt sind für ihre Zeit einmalig
und werden in einem Begleitbuch zur Ausstellung
in vollem Umfang gewürdigt werden. Reich bebildert
soll es durch wissenschaftliche Auswertung der Quellen
diese vielfältige, widersprüchliche, meistens
aber fruchtbare, russisch geprägte „Frauenvernetzung“
in aller Breite verdeutlichen und somit die üblicherweise
im Schatten ihrer Männer stehenden markanten
Frauengestalten dem breiten Publikum- und Leserkreis
näher bringen.
Während der Ausstellung kann eine thematische
Führung im Museum telefonisch bestellt
werden. Um eine Voranmeldung wird gebeten. Außerdem
wird dem interessierten Publikum in den Monaten der
Ausstellung ein vielfältiges Begleitprogramm
(Lesungen, Vorträge und Konzerte)
im Museum und im Museumsgarten mit Café angeboten.
Die aktuellen Veranstaltungen der Reihe werden rechtzeitig
im Internet auf dieser Seite bekannt gegeben.
Veranstalter und Sponsoren von "Mut &
Anmut, Frauen in Brandenburg-Preußen" |